Home Rex Kontakt Impressum Disclaimer

Noch immer aktuell: Der 11. September  - 9/11 und jetzt  4/11

Wenn Verschwörungstheorien wahr werden...

Mitwisser des Terrors

"Sind wir womöglich nicht nur dem Wahn des Terrors, sondern auch dem Zynismus des Staates schutzlos ausgeliefert?" - Klaudia Wick in der Berliner Zeitung vom 23. September 2001, über einen Film aus der Krimiserie "Polizeiruf 110".


Da ich das notiert hatte, war es September 2011 - der zehnte Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001, kurz 9/11, nine-eleven... Und es gibt einen Nachtrag am 22. April 2017, an dem die Zeitungen voll sind von dem Anschlag vom 11. April  2017 auf den Bus des BVB - Borussia Dortmund, kurz 4/11...  Vor allem das Motiv des Täters: "Börsenmanipulation durch einen Bombenanschlag - das ist neu..." schreibt die Berliner Zeitung. Ist das wirklich neu? Ich bin überzeugt: Es ist nicht neu. Es ist eine Art Miniausgabe eines ähnlichen, aber weitaus größeren Ereignisses: 9/11. Nicht gleich, aber ein wenig verwandt: 9/11 und 4/11, nine eleven and four eleven. .

Damals, nach jenem 9. September war ich nicht "Anhänger" einer Verschwörungstheorie. Es waren Tatsachen erkennbar, die schlicht und einfach dafür sprachen, dass Personen, die an den Schalthebeln der Macht sitzen, vor den Anschlägen mindestens soviel wussten, dass sie die Vorgänge für ihre Zwecke "geschäftlich" nutzen konnten.  Etwa zehn Jahre danach, zufällig an jenem anderen Jahrestag, am 13. August 2011, fand ich in der FAZ eine Reportage, die mich an jenen 11. September erinnerte... Da hat jemand seinerzeit etwas beobachtet, was ich auch beobachtet hatte, was eigentlich viele ahnten, aber niemand aussprach... (siehe Seite 2)

Es war sehr seltsam, dass schon VOR dem 11. September 2001die Aktien der international bekannten Versicherungsunternehmen geradezu in den Sturzflug übergingen, gerade so, als handelte es sich um Nullwert-Klitschen vom Neuen Markt. Zum Beispiel notierte die ALLIANZ am 4. September 2001 noch knapp über 300 Euro. Am 5. September durchschlug der Aktienkurs ohne besondere Meldung die Widerstandslinien und landete bei knapp über 270 Euro! Das wurde später so interpretiert: Die Al-Qaida hätte natürlich von dem Anschlag gewusst und konnte so an den Märkten wie ein Insider handeln, also im voraus verkaufen, was im Fachjargon leerverkaufen oder shorten genannt wird, um sich dann - nach dem Terror-Anschlag - bei noch tieferen Kursen einzudecken, also die Aktien mit Gewinn zurückzukaufen

Von der Größenordnung her ist das völlig absurd. "Al Quaida" könnte nicht insgeheim völlig versteckt weltweit an den Börsen mit riesigen Kapitalbeträgen hantieren. Beim "Shorten" muss man nämlich bei einem oder mehreren Brokern die Aktien leihen, die man verkaufen will - um sie dann später billiger zurückzukaufen und dem Broker wieder "zurückzugeben". Zwar kann auch "nackt" verkauft werden, also ohne dass man die Aktien vorher geliehen hat,  man verkauft also im wahrsten Sinne des Wortes "leer", aber den rechnerischen Verkauf muss man dann in wenigen Tagen liefern, da ist also wenig Zeit für ein solches Geschäft. Weltweite Leerverkäufe in dieser Größenordnung kann nur ein Netzwerk bewältigen, dass sich innerhalb des Systems - mithilfe von Funktionsträgern des Systems - etabliert hat. Die  eingesetzten Beträge müssen auch so hoch gewesen sein, dass man leicht hätte herausfinden können, wer dahintersteckt. Ein solches Interesse gab es offenbar nicht bzw. es wurde unterdrückt. Man beließ es lieber bei der These "Al Quaida".  So sehr Bin Laden und seine Leute das Böse und Teuflische dieser Welt verkörpern mögen - für verbotene Insider-Geschäfte sind eher andere Kreise bekannt, einschließlich der damalige amerikanische Präsident George W. Bush und bestimmte Freundeskreise aus der Wirtschaft. Die Vorher-Wissenden haben jedenfalls Millionen Dollar an Voraus-Verkäufen verdient...

Durch die VOR den Anschlägen getätigten massiven Leerverkäufe fielen die Kurse sehr stark. Trotzdem machten die Leerverkäufer noch riesige Gewinne. Unmittelbar nach den Anschlägen wurden die Börsen in den USA für ein paar Tage geschlossen. Bei Wiedereröffnung brachen die Kurse weiter ein und die Leerverkäufer konnten sich gewinnbringend eindecken...

Vergleicht man dies mit dem "BVB-Bomber", so kann dies als eine Mini-Mini-Ausgabe von  9/11 angesehen werden.  Es wurden nicht weltweit Aktien für Milliardenbeträge verkauft - es wurden Derivate gekauft, die bei fallenden Kursen steigen, für ein paar zehntausend Euro. Im täglichen Börsengeschehen ein lächerlicher Betrag. Kaum der Rede wert. Und trotzdem reichten diese Bewegungen aus, so auffällig zu sein, dass der Übeltäter ins Visier der Ermittler geriet. Milliardenbeträge, die am 5. September 2001 durch Verkauf und billigeren Rückkauf von Versicherungspapieren auf bestimmte Konten flossen, erregten damals keine Aufmerksamkeit...?. Da gab es offenbar mächtige Interessegruppen, die das unterdrücken konnten. Wer hat diese Macht, solche Untersuchungen zu unterdrücken oder so zu gestalten, das nichts herauskommt? Terroristen jedenfalls nicht... Wenn sie das könnten, brauchten sie keine Bomben zu basteln.

###

War ich der Einzige, der sich damals über diese eigentlich für jedermann sichtbaren Vorgänge wunderte, vielleicht sogar der Einzige, der das bemerkte? Oder war, was ich bemerkt hatte, Halluzination? Zehn Jahre lang stellte ich mir diese Frage. Aber dann, an jenem anderen Gedenktag, einem deutschen Gedenktag, am 13. August 2011, erschien eine Reportage in der FAZ, Seite  40: "Aus der Kurve - Er ist Day Trader und spekuliert an der Börse... Aufgezeichnet von Marcus Jauer" Zitat: "Im Rückblick muss ich sagen, dass der 11. September 2001 ein Einschnitt war. Ich weiß noch genau, dass ich an diesem Tag den bis dahin größten Verlust meiner Karriere gemacht habe, seltsamerweise aber nicht nachdem die Flugzeuge in die Türme geflogen sind, sondern davor. Das ging allen Händlern in unserem Handelshaus so. Es gab da Kursschwankungen, die ich mir nicht erklären konnte und die auch später eigentlich keinen Sinn ergaben, es sei denn, man würde denken, es habe vorher jemand von den Anschlägen gewusst..."

Der in diesem Artikel zitierte Day Trader meint mit "Jemand" ganz bestimmt nicht "Al Qaida" - und mit Sicherheit auch nicht nur eine Person. Im Fernsehen und in Zeitungen wurden die Verschwörungstheorien breit ausgewalzt, das Für und Wider scheinbar erörtert - und immer wurden sie "widerlegt" oder als sehr unwahrscheinlich angesehen. Ganz besonders gern werden da auch völlig unsinnige Argumente für eine Verschwörungstheorie angeführt, die dann leicht "widerlegt" werden können. Aber bis auf den einen, hier gerade geschilderten Fall, werden die Vorgänge an den Kapitalmärkten nicht erwähnt - aber gerade die  stützen die "Verschwörungstheorie".

Nein, eine kleine Korrektur. Erwähnt werden sie schon, um dann gleich wieder auf seltsame, absurde Weise "widerlegt" zu werden, hier zum Beispiel SPIEGEL Online vom 7. September 2006:

"Schon wenige Tage nach den Anschlägen gab es Hinweise darauf, dass unmittelbar vor dem 11. September auf die Terrorangriffe spekuliert worden sein könnte: Investoren hätten bei Öl und Gold auf steigende Kurse gesetzt und gleichzeitig Put-Optionen auf Rückversicherer erworben, also auf fallende Kurse gesetzt. Solche Wetten auf einen Kurssturz gab es auch bei den beiden direkt betroffenen Fluggesellschaften, American Airlines und United Airlines - allein bei den vier Tage vor den Anschlägen gekauften 4744 Puts auf United habe der Käufer knapp fünf Millionen Dollar Gewinn eingestrichen. Schaut man sich die beiden Fluggesellschaften an, dann erweist sich das Ganze schnell als Spekulationsblase. So sorgten die beiden Airlines mit reichlich schlechten Nachrichten selbst dafür, dass Anleger auf weiter fallende Kurse setzten: American Airlines etwa hatte am 7. September eine Gewinnwarnung veröffentlicht, Goldman Sachs hatte daraufhin am 10. September seine Gewinnerwartungen noch einmal nach unten revidiert. Der verdächtige Kauf von 4516 Put-Optionen auf American Airlines am 10. September, so der offizielle Untersuchungsbericht, geht hauptsächlich auf einen amerikanischen Börsenbrief zurück, der seinen Abonnenten am 9. September zu dieser Investition riet. Abgesehen davon sind die gemachten Gewinne das stärkste Argument gegen den vermuteten Insiderhandel. Wenn jemand tatsächlich von den Anschlägen wusste - warum hat er dann nur einen so lächerlich geringen Einsatz riskiert?"

Hier schreibt jemand, der keine Ahnung hat und auf Teufel komm raus die Verschwörungstheorie "widerlegen" will. Es geht darum, dass Versicherungsaktien ab dem 5. September weltweit einheitlich fielen, ohne "schlechte Nachrichten", ohne Verlustwarnungen. Dass es auch Aktien gegeben hat, bei denen mit erklärbaren Gründen auf fallende Kurse gesetzt wurden, erklärt ja diese Vorgänge nicht. Solche Aktien gibt es immer. Und was soll die Aussage: "... warum hat er dann nur einen so lächerlich geringen Einsatz riskiert?"  Natürlich, bei diesem unsinnigen Beispiel... Es geht doch überhaupt nicht um irgendeine Spekulation auf fallende Aktien einer bestimmten Fluglinie. Es geht um die Versicherungsaktien, die mit einem Schlage weltweit fielen. Wenn plötzlich weltweit Versicherungsaktien aufgrund von Leerverkäufen fallen, müssen hunderte Millionen Dollar eingesetzt worden sein! Oder genauer gesagt: Der tatsächliche Kapitaleinsatz konnte viel geringer sein, aber die so genannte "Hebelwirkung" betrug sicherlich Aktien im Wert von ein paar hundert Millionen Dollar. Mit Put-Optionen wäre das technisch ohnehin nicht machbar, weil ein massenhafter Kauf den Preis der Optionen (das Aufgeld) so hochtreiben würde, dass sich das Geschäft nicht mehr lohnen würde. Wenn man so etwas mit Put-Optionen machen wollte, ginge das in der Tat nur mit relativ geringen Stückzahlen. Das kann vielleicht zusätzlich geschehen sein - oder zufällig. Diese Art der Argumentation ist einfach lächerlich. Aber diejenigen, die in solche unglaublichen Verbrechen verstrickt sind, können sich bei solcher (unbeabsichtigten) Schützenhilfe genüsslich die Hände reiben!

In TV-Filmen und Zeitungsartikel wird auch - in der Regel in den abschließenden Bemerkungen - vermerkt, dass bei einer Verschwörung zu viele Personen beteiligt sein müssten - ausgeschlossen, dass dies geheim gehalten werden könne. Ausgeschlossen? Der VW-Abgasskandal, der im September 2015 aufflog... Ja, er flog auf, aber erst nach Jahren, erst, nachdem Millionen von Autos manipuliert worden waren. Die waren sich sicher, dass sie über lange Zeit millionenfach manipulieren können. Nehmen wir als Beispiel Welt-Online vom 24. April 2012: "Warum die USA 9/11 nicht geplant haben können" - lautet die Überschrift, die schon mal in die Irre führt. Natürlich haben die USA den Anschlag nicht geplant. Die haben wahrscheinlich (zum Beispiel über ihren Geheimdienst) Wind davon bekommen, dass Anschläge geplant sind, haben die Sache laufen lassen, einfach nichts getan, außer: mit irrsinnigen Beträgen weltweit Versicherungsktien (leer) zu verkaufen. Welt-Online, Zitat: "Denn wenn es sich beim 11. September um eine Verschwörung der Regierung gehandelt hätte, müsste es zehn, wenn nicht hunderttausende direkt beteiligte Personen gegeben haben..." Ächz! Bei den Abläufen, wie sich mir darstellen, hat eine kleine Gruppe (beim Geheimdienst?) Wind bekommen, die hat die Infos in ein kleines, aber mächtiges Netzwerk gegeben... Es reichen hier fünf, zehn, zwanzig, dreißig Personen, die das ganze Ding drehen - sie müssen "nur" in der Lage sein, ein paar hundert Millionen Doller zu bewegen (was nicht  "einsetzen" bedeutet). Allzu viele Personen würden ohnehin das ganze Riesengeschäft verwässern.

Diese hier vorgestellten Argumentationen leugnen praktisch die Funktionsweise des organisierten Verbrechens, wozu auch staatlich organisiertes Verbrechen zählt. Leugnen - auf Teufel komm raus...

Am 3. Januar 2018 zeigte ZDF INFOKANAL eine offenbar neuere Dokumentation über 9/11. Diese setzte sich mit Ungereimtheiten auseinander, die bei der offiziellen Untersuchung damals auftauchten. Über 100 Feuerwehrleute hatten vor dem Zusammensturz des einen Towers Explosionen gehört. Diese Aussagen waren im offiziellen Untersuchungsbericht unterschlagen worden. Nicht eine solche Aussage, sondern über 100! Das nährte jene Verschwörungstheorie, die behauptete, staatliche Stellen hätten die Tower durch Sprengungen zum Einsturz gebracht. Einerseits verständlich, denn wieso wurden die Aussagen über die Explosionen unterdrückt? Andererseits ergibt eine solche Annahme keinen Sinn. Wieso sollten Gebäude, die schwer beschädigt waren und lichterloh brannten, durch gezielte Sprengungen zum Einsturz gebracht werden? Auch andere Fragen tauchen auf und bleiben offen - es lohnt nicht, ihnen nachzugehen. Unfug. Und da bin ich wieder bei dem Punkt. Es wird Unfug behauptet, man lässt diesen Unfug blühen und gedeihen - um ihn dann zu widerlegen. Wobei ich allerdings den Eindruck habe, dass sich die beiden Wissenschaftler, die sich mit diesen Fragen beschäftigt haben und unabhängig voneinander zu gleichen WErgebnissen kamen, gewissenhaft mit der Frage auseinandergesetzt haben, warum die Tower tatsächlich eingestürzt sind. Diese Frage ist zweifellos interessant, egal, ob das Ergebnis zu einer Verschwörungstheorie führt oder diese widerlegt. Zunächst sind die beiden der Frage nachgegangen, was die grell leuchtende Flüssigkeit gewesen sein könnte, die sich an einigen Stellen aus den Towers ergoss. Die Antwort: wahrscheinlich Aluminium. Mit jedem Flugzeug waren etwa je 30 Tonnen Aluminium in die Tower geschleudert worden, und bei über 600 Grad wird Aluminium flüssig; es floss die Stockwerke hinab, bis es in Räume gelangte, wo Sprinkleranlagen Wasserpfützen erzeugt hatte. Und flüssiges Aluminium und Wasser vereinigen sich zu einem Gemisch, das die Sprengkraft von TNT hat. Ein plausible Erklärung für die Explosionen und den Zusammensturz der Tower. Jetzt kommt aber das - scheinbar - Überraschende. Die beiden Wissenschaftler wollten ihre These beweisen und beantragten, die (noch vorhandenen und gelagerten) Trümmer untersuchen zu können. Dies wurde abgelehnt. Warum? "Eigentlich" nicht zu begreifen. Was soll verborgen bleiben?

Ich habe da meine eigene Theorie - und unter diesen Umständen (Aufklärung wird blockiert) müssen ja Theorien erlaubt sein. Ich glaube, dass mit voller Absicht das Wuchern von allen möglichen Verschwörungstheorien wohlwollend betrachtet wird. Damit wird die Wahrheitsfindung sehr gut verschleiert. Immer wieder Theorien, die sich mehr oder weniger als wenig wahrscheinlich entpuppen oder nicht endgültig widerlegt werden können. Dadurch bekommen die Verschwörungstheoretiker keinen festen Boden unter die Füße und bleiben als Spinner im Regen stehen. Letztlich wird das aktive Mitwirken staatlicher Stellen nie bewiesen werden können - weil es es schlicht nicht gab. Das ist der falsche Ansatz, den kann man genussvoll über sich ergehen lassen. Aber es gab ein Mitwissen, ein Vorauswissen. Die mussten nur stillhalten und warten, bis es geschah. Man brauchte nur tausende Aktien leerverkaufen, um den Reichtum schlagartig zu verdoppeln. Hinzu kam ein großer politischer Nutzen. Bush war nach seinem Wahlsieg noch am Herumeiern. Ihm wurden ja damals unter anderem auch Wahlfälschungen vorgeworfen - das war nach den Anschlägen schnell vergessen; er hatte nun sein großes Thema, das er bis zum Irak-Krieg ausdehnte. Auch die "Massenvernichtungswaffen" von Saddam Hussein waren ja bloße Lüge, die dann nicht "nur" 3000, sondern 100.000 Menschen das Leben kostete.